NRW: Leitentscheidung Braunkohle mitgestalten

NRW-Landespolitik
Ausweitung des Braunkohle-Tagebaus
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist bekanntermaßen eine Freundin der Kohle „aus dem Revier“. „In meiner Regierungserklärung vom 09. April 2014 habe ich angekündigt, dass die Landesregierung eine neue Leitentscheidung für das Rheinische Braunkohlenrevier erarbeiten wird. Nach diversen Expertengesprächen liegt Ihnen hier nun ein Entwurf vor. Ich lade Sie herzlich ein, sich zum Entwurf zu äußern und durch Ihre Beiträge die Zukunft des Rheinischen Reviers mit uns gemeinsam zu gestalten!“ heißt es in ihrem Grußwort zu ebendiesem Entwurf.

Die Möglichkeit hier mitzureden haben bislang überwiegend Befürworter der Kohle aus heimischen Äckern genutzt, wie der Solarenergie-Förderverein (SFV) betont. Dabei gibt es viele gute Gründe, die Braunkohle im Boden zu lassen:

Klimaschädlichkeit durch CO2-Feisetzung, Giftigkeit durch Quecksilber und Staubentwicklung bei der Verbrennung in weiterhin ineffizienten Kraftwerken für eine kurze Nutzung als elektrischer Strom rechtfertigen nicht die Enteignung von Bauern, die auf ihrem Land nachhaltig Nahrungsmittel produzieren.

Beteiligung an der Leitentscheidung Braunkohle

Mondlandschaft Braunkohle-TagebauImmerhin hat die Landesregierung ein Verfahren angestrebt, den Prozess zu einer neuen Leitentscheidung Braunkohle offener und transparenter zu gestalten, als dies früher der Fall war. Die offengelegte Diskussion hat mittlerweile über achthundert Äußerungen von 660 Teilnehmern erfahren, die teils sehr fundiert den Entwurf kritisieren.

Die Leserschaft unserer Website besteht aus überwiegend gut gebildeten und selbständig denkenden, kritischen Menschen. Die Energiewende ist ein persönliches aber auch ein gesellschaftliches, ja globales Anliegen. Daher rege ich an, dass Sie auch den Prozess der Meinungsbildung für eine Leitentscheidung Braunkohle mitgestalten. Auf der Website Leitentscheidung Braunkohle können Sie dies tun. Wir sollten das Feld nicht den Kohlebefürwortern überlassen. Und die Hoffnung, dass RWE ja jetzt aus dem Dreckstromgeschäft aussteige, halte ich für verfrüht. Die vorhandenen Kraftwerke wird man so lange als irgend möglich am Netz lassen wollen und muss sie daher mit billiger Kohle füttern. Das endet so bald nicht. Aber wir können gemeinsam Druck auf die Ministerpräsidentin machen, damit sie nicht noch mehr Land dem Bagger opfert.

Weitere Beiträge zum Thema Braunkohle:

Artikel vom 04.03.2014: RWE: Vorweggehen oder hinterherlaufen?
Artikel vom 15.11.2013: Klimaschädlichkeit der Braunkohle? – Nicht bei der SPD!
Artikel vom 05.12.2013: Klimaschutz „widerspricht den sozialdemokratischen Grundwerten“
Artikel vom 29.10.2013: Kohle als Zukunft ? Die SPD bremst die Energiewende aus

Energieberater sind nicht zum Schönrechnen da

Die Situation tritt immer wieder auf. Hausbesitzer möchten ihre Immobilie modernisieren und kommen zum Energieberater in der Hoffnung, dass ihre Standardmaßnahme gefördert werden könnte.

Die Aussage, dass die KfW nicht fördert, wenn man Standard macht, sondern nur, wenn man deutlich besser als Standard saniert, ist offenbar für manchen nicht nachvollziehbar. Andere Situation, gleiches Thema: Ein Architekt ruft an, um sein geplantes Objekt neu berechnen zu lassen. Sein Statiker, der den EnEV-Nachweis zum Bauantrag gerechnet hat, sei nur zu gerade eben EnEV-konform gekommen. Er selbst hielt das Haus für sehr viel besser. Ein erster Blick zeigte dabei dem geübten Auge des Energieberaters bereits ein großes Problem: riesige Glaselemente, die sämtlich nach Norden ausgerichtet waren.

Auch diesem Planer musste ich sagen, dass es kein schön Rechnen gibt. Die Regeln für die Gebäudebilanzierung sind festgelegt. Es gibt zwar zwei verschiedene Verfahren, die aber im Regelfall zum gleichen Resultat führen, weil immer mit dem gleichen, gewählten Verfahren auch das Referenzgebäude gerechnet wird.

Wie kann man solchen Leuten helfen? Vermutlich gar nicht.

Energieberater sind eben nicht zum Schönrechnen da, sondern ihre Aufgabe ist es, Energiesparmöglichkeiten aufzuzeigen und technische Lösungen für die Aufgabenstellung der Energieeinsparung zu finden. Wenn dann staatliche Förderung genutzt werden soll, kann der Energieberater aufzeigen, was dafür getan werden muss. Gebäudehülle und Anlagentechnik werden zu einem Gesamtwerk geplant, das in der gegebenen Situation eine Optimierung darstellt. Technische Realisierbarkeit, Behaglichkeit, Energieeinsparung, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit sind dabei unter einen Hut zu bringen.

Energieberatung im Mittelstand

Wuppertal, 1. Oktober 2015
Das Ingenieurbüro Matthaei startet eine neue Internetpräsenz für die im bergischen Land heimische Energieberatung für Unternehmen unter dem Titel Energiedienstleistungen für Unternehmen.

Den Schwerpunkt legt das Planungs- und Beratungsbüro dabei auf die Energieberatung im Mittelstand und die Energetische Inspektion von Klimaanlagen. Für die Energieberatung im Mittelstand besteht für KMU die Möglichkeit eine Förderung von bis zu 80% in Anspruch zu nehmen. Die Fördermittel des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie werden vom BAFA ausgereicht.

Der Energieberater Dipl.-Ing. M.Sc. Olof Matthaei hat die Qualifikation und Berechtigung derartige geförderte Energieberatungen im Mittelstand durchzuführen.

Die Inspektion von Klimaanlagen mit über 12 kW Kälteleistung ist eine Betreiberpflicht. Alle zehn Jahre müssen die Auslegung der Anlage im Verhältnis zum Bedarf und die Energieeffizienz der raumlufttechnischen und kältetechnischen Anlagen auf den Prüfstand. Auch für diese Aufgabe ist das Ingenieurbüro Matthaei qualifiziert.

Eine großartige Erweiterung des Leistungsangebots für Energiedienstleistungen in Nordrhein-Westfalen. Schauen sie auf die Site: edl-nrw.de.

Nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz

Wirtschaftswissenschaftler behaupten im vollen Ernst, es gäbe keine Alternative zum Wachstum der Wirtschaft.

Ohne Wachstum gebe es ein Schrumpfen des Arbeitsmarkts und in Folge viele Arbeitslose, argumentieren sie. Die Effekte auf das Klima, die Begrenztheit weltweiter Ressourcen an Energie-, wie auch an sämtlichen anderen Rohstoffen, werden von den Wirtschafts-„Wissenschaftlern“ gerne ausgeblendet. Die Argumentationskette ist jedoch genau so dumm, als wollte man sagen, wir dürfen keine Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Straßen verschärfen, sondern die zulässigen und erwünschten Geschwindigkeiten müssten immer weiter steigen, weil wir ja mehr Verkehr unterbringen müssen. Jedem halbwegs intelligenten Menschen ist klar, dass mehr Verkehr und höhere Geschwindigkeit das Unfallrisiko immer weiter ansteigen lassen. Im Straßenverkehr gibt es dann immer wieder Unfälle, wenn die Autos mit zu hohem Tempo dicht an dicht fahren und bei einem kleinen Fehler eines einzelnen Fahrers in der Kette `zig Autos ineinander rasen.

Das Gleiche passiert mit der Weltwirtschaft. Derzeit nutzen die Menschen weltweit etwa 1,5 mal so viel der planetaren Ressourcen, wie nachkommen können. Dabei steigt der Kohlendioxidanteil in der Atmosfäre rasant an. Die Rohstoffe, notwendig für das tatsächliche wirtschaftliche Handeln, verbrauchen sich. Die Folge ist klar: Kollaps des Wirtschaftens auf Grund fehlender Edukte, Kollaps des Klimas auf Grund der Erwärmung durch den Treibhauseffekt. Das ist nicht neu und wird inzwischen auch nur noch von sehr wenigen völlig Verblendeten geleugnet. Dass die Leugnung des Holocausts, eines mittlerweile über 70 Jahre in der Vergangenheit liegenden Ereignisses unter Strafe steht, die Leugnung des Zusammenhangs zwischen menschlichem Handeln und Klimawandel, der uns akut und für eine sehr lange Zukunft alle beeinträchtigen wird, jedoch unter dem Schutz der Meinungsfreiheitsteht, ist vernünftig nicht nachvollziehbar. Weiterlesen

Präsentation zu Passivhaussanierung

Bottrop, 8. November 2014.  Im Rahmen der Passivhaustage 2014 präsentierten Bauherr, Architekt und Passivhausplaner das Sanierungsvorhaben in Bottrop-Eigen.
Vortrag-Passivhaus-Bottrop

Eingeladen waren alle Bottroper Bürger, die sich für das Sanierungsvorhaben der städtischen Gesellschaft für Bauen und Wohnen Bottrop mbH (GBB) interessierten. Acht Personen waren diesem Aufruf gefolgt und konnten sich in dem wirklich schönen Gemeinschaftsraum, den die GBB für die Bewohner des Quartiers zwischen zwei der Wohnhäuser hat bauen lassen, die Vorträge anhören.

Der Geschäftsführer Hans-Jürgen Bode und die Leiterin des Bestandsmanagements Kerstin Sebellek informierten über die Ziele der städtischen Wohnungsgesellschaft. Im Stadtteil Eigen wird eine Bergarbeitersiedlung aus den 1970er Jahren radikal modernisiert um die Attraktivität wieder zu schaffen. Die früheren Bergarbeiterwohnungen waren sehr groß geschnitten, um den damals noch größeren Familien genug Platz zu geben. Zum Bedauern Herrn Bodes ist jedoch der Anteil „normaler“ Vater-Mutter-Kinder-Familien zurück gegangen. Sehr viel mehr Single-Haushalte, kinderlose Paare und Einzeleltern mit Kind sind mit Wohnungen zu versorgen. Diese verbunden mit einem Älterwerden der Bevölkerung und den damit verbundenen körperlichen Einschränkungen veranlasst die GBB, sämtliche Wohnungen zukünftig möglichst barrierearm zu gestalten. Weiterlesen

Dachdämmung auf dem Flachdach

Dächer bilden den oberen Abschluss der Gebäude. Durch thermischen Auftrieb steht unter ihnen meist eine höhere Temperatur an, als über dem Fußboden, von oben sind sie der Witterung mehr ausgesetzt, als jede Fassade. Viel Sorgfalt ist daher auf sämtliche Aspekte einer guten Dachkonstruktion zu legen.

Unterzug und Stütze aus StahlDie Statik muss zu der Belastung passen. Windlasten und Schneelasten sind die wesentlichen Kräfte, die an Dächern angreifen. Die Fotos in diesem Beitrag stammen aus einem Sanierungsprojekt in Wuppertal. Nebenstehendes Bild verdeutlicht, dass beim Umbau von einem Pfettendach mit Sparren über drei Geschosse durch den Aufbau des unteren Geschosses mit einem Flachdach darüber, die Lastverhältnisse wesentlich anders geworden sind. Deswegen mussten Stahlstützen und ein Unterzug zur Aufnahme der Kräfte eingebaut werden.

Luftdichtheit und Diffusionsdichtheit sind erforderlich. Die feuchtwarme Innenluft darf nicht in das Dach hinein gelangen und auch durch Diffusionsprozesse darf keine Feuchtigkeit in die Konstruktion hinein migrieren. Feuchtigkeit, die sich im Inneren von Bauteilen niederschlägt ist deren Tod. Gelangt die Feuchtigkeit sehr weit nach außen, dann kann es sogar zum Einfrieren mit mechanischem Aufsprengen von Baustoffen kommen.

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Heizkurve einstellen – die Saison beginnt

HeizkurveDie Heizsaison beginnt und damit die Zeit, in der die Heizkurve optimiert werden kann. Einsparpotenzial ist fast immer vorhanden.

Noch hat es das Wetter gut mit uns gemeint. Nachdem der Winter 2013 lang und kalt war und den meisten Hausbesitzern und Mietern für das abgelaufene Jahr hohe Heizkosten beschert hat, hat sich der Herbst lange gehalten. Selbst jetzt zum Jahreswechsel, wo wir sowohl kalendarisch als auch meteorologisch schon im Winter sind, haben wir kaum Frost und relativ viel Sonne. Dass es nicht so bleiben wird, ist gewiss: „Das einzig Beständige an unserem Wetter ist seine Unbeständigkeit!“ Wer nicht gerade in einem Passivhaus wohnt, muss schon seit einigen Wochen heizen.

Nach den aktuellen Angaben der deutschen Heizungsindustrie und auch nach den Beobachtungen, die wir Energieberater machen, ist der weitaus überwiegende Anteil der Heizungsanlagen nicht optimiert. Dabei kann es einfach sein, eine bestehende Anlage ohne Investition zumindest auf ein individuelles Optimum zu bringen. Dabei bedeutet Optimum, dass der gewünschte Wohnkomfort mit einem Minimum an energetischem Aufwand sicher gestellt wird. Es geht nicht um Frieren. Wir propagieren nie die seit der Ölkrise in den 70er Jahren regelmäßig wieder vorgeschlagene Absenkung der Raumtemperatur um ein Grad, um damit 7 % Heizenergie einzusparen. Stellen sie sich das auch mal vor, Sie hätten seit vierzig Jahren jedes Jahr die Temperatur um ein Grad gesenkt …

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Der Herbst beginnt mit schönem Wetter – Wer rechtzeitig an die Heizung denkt gewinnt!

Zum Anfang September wartet das Wetter mit schönen Tagen auf. Aber trotz Klimaerwärmung bleibt Deutschland ein eher kühles Land. Und selbst wenn Wuppertal innerhalb Nordrhein-Westfalens den sonnigsten Sommer aller Städte hatte und sogar die Rheinstädte Düsseldorf und Köln überflügelt hat, ist das Bergische Land doch eher ein nasskaltes Fleckchen auf einer Erde, die zum größten Teil von Salzwasser und zunehmend von Wüsten bedeckt ist.
Energiepreise_August-2012, Quelle: Deutscher Energieholz- und Pelletverband
Die Nächte werden mit teilweise unter 5°C schon empfindlich kühl und wer ein älteres Haus besitzt muss hin und wieder schon heizen. Bald wird die Heizung auch tagsüber nicht mehr ausgestellt und die nächsten Preiserhöhungen der Gasversorger stehen in’s Haus. Um rund 20 Prozent ist der Ölpreis im Jahresverlauf angestiegen, 13 Prozent sind es beim Erdgas. Wenn der Anstieg so weiter geht – und es gibt keinen Grund etwas anderes zu vermuten -, dann verdoppelt sich der Ölpreis ca. alle vier Jahre, da der Gaspreis sich mit Verzögerung daran anhängt, wird es auch hier nicht länger dauern.

Es ist Zeit, etwas zu tun! Die Häuser müssen gedämmt werden, um die Energieverluste zu verringern und die Heizanlagen müssen optimiert oder erneuert werden. Nicht unerhebliches Einsparpotenzial verspricht bereits ein hydraulischer Abgleich der Heizungsverteilung, am besten gleich verbunden mit einem Austausch der Umwälzpumpe zu eine Hocheffizienzpumpe. Umfassender ist der Heizungs-Check, den viele Installatöre durchführen können. Hierbei wird auch die Wärmeerzeugung betrachtet. Alte, ineffiziente Kesselanlagen fallen dabei durch, falsch eingestellte können eventuell verbessert werden.

Einen ganz einfachen Ansatz stellt die Optimierung der Heizkurve dar, wie sie in einem Fachartikel „Heizkurve richtig einstellen“ beschrieben ist. Diese vom Hausbesitzer selbst vorzunehmende Optimierung sollte bereits jetzt beginnen und kann dann gegen Ende des Winters abgeschlossen werden.

Jetzt ist die richtige Zeit zum Handeln!

Schönes Bild vom Wuppertaler Gaskugelspeicher

Schauen Sie sich diesen Artikel über das Gasnetz als Speicher und das Bild an:
Kugelförmiger Gasspeicher in Wuppertal, Foto: O. Matthaei, 2011
Die ästhetische Schönheit einer großen Kugel und das verrückt warme und trockene Wetter im November 2011. Während in Italien „Land unter“ herrscht, haben wir eine ausgewachsene Dürreperiode. Die Wetterkapriolen nehmen zu, ebenso wie der Autoverkehr. Nur unsere Bereitschaft etwas für unsere eigene Rettung zu tun wächst nicht mit. Egoistisch halten wir an Besitzständen und energetischem Komfort fest, sind nicht bereit, Geld für Maßnahmen zur CO2-Reduktion zu investieren. Sämtliche Klimaschutzabkommen sind nicht einmal das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind.

Die Welt-Energie-Organisation rechnet uns vor, wie wir überall auf der Erde mehr und mehr verbrauchen und schneller und schneller am Rad der Klimakatastrophe drehen. 5 % Zunahme in den OECD-Industriestaaten und mehrere hundert Prozent in Entwicklungsländern werde der Energiekonsum in den nächsten 25 Jahren ansteigen (siehe auch diesen Artikel zum Thema). Also diametral entgegengesetzt zu den 50 % Reduktion die nach allgemeinem Verständnis erforderlich sind, um die Klimaveränderungen in einem gerade noch erträglichen Rahmen zu halten.

Endzeit

Vielleicht sind wir ja wirklich schon kurz vor der Endzeit angekommen, die der Künstler Thomas Thomitzek hier als Mauer darstellt.

Solarenergie-Förderverein trifft sich in Aachen

SFV-LogoAm Samstag, den 12.11.11 ab 19.00 Uhr findet in der Bischöflichen Akademie in Aachen, Leonhardstraße 18-20 die Mitgliederversammlung des Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) statt.

Trotz dieses eher reaktionär anmutenden Orts ist der SFV ein eher zukunftsorientierter Verein, der seit vielen Jahren kompetent und fundiert für die Energiewende arbeitet. Mutig nimmt es dieser Verein auch mit der großen Politik auf, was für die Solarbranche und die Betreiber von Solaranlagen sicherlich nicht immer eine gute Lobby darstellt.

So kritisiert der SFV in seiner Beurteilung der energiepolitischen Lage vom 20.11.2011 die Politik der Bundesregierung: „Der Rückblick auf die Energiepolitik im Vereinsjahr 2010/2011 gleicht aus Sicht des SFV-Vorstands der Fortsetzung des energiepolitischen Albtraums aus den Vorjahren.

Es gelang Schwarz-Gelb, trotz der welterschütternden Ereignisse in Fukushima den bisherigen konzernfreundlichen Kurs in der Energiepolitik nicht nur beizubehalten, sondern sogar zu festigen: Stromerzeugung und Stromverteilung soll nach Planung der Bundesregierung eine Angelegenheit der Stromkonzerne bleiben, nicht aber eine Angelegenheit der Bürger werden.

Kritisiert wird, dass diverse Gesetze durch den Bundestag „gepeitscht“ worden seien, die die Position der Stromkonzerne festigten. Den Abgeordneten sei gar nicht die Gelegenheit gegeben worden, die Gesetze zu lesen und zu verstehen. Das Anliegen des SFV, die Energieerzeugung und -Speicherung (immer bezogen auf Strom) auf viele kleine private Anlagenbetreiber zu verlagern und damit zu demokratisieren steht der Konzern-freundlichen Haltung der Bundesregierung diametral entgegen.

Informieren Sie sich auf der Webseite der SFV. Sie finden dort sehr viel gut recherchierte und aufbereitete Information.